Die Donauten

Deutschland 2010 | 6 x 30 min | Regie Lutz Neumann | Drehbuch Lutz Neumann
ZDF / 3sat / ORF, Redaktion Anja Fix

Die Donau ist mit 2848 Kilometern der zweitlängste Fluss Europas. Ihn auf der ganzen Länge zu bereisen, gelingt nur bei einer Flusskreuzfahrt. Eine Ausnahme sind Abenteurer, die im Kanu den Strom vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer hinunter reisen. Die Brüder Lars und Niels Hoffmann sind solche Abenteurer: 3sat zeigt mit der sechsteiligen Dokumentationsreihe „Die Donauten“ von Lutz Neumann eine poetische Reise der Stille und der Begegnung. Die beiden Brüder sind ein eingespieltes Expeditionsteam und verstehen sich ohne viele Worte. Das ist gut so und gibt Raum für mehr: Denn auf ihrer filmischen Reise sind sie nicht allein. In Gedanken mit von der Partie ist die Berliner Schriftstellerin Kirsten Fuchs, die mit essayistischen Texten die Reise der Donauten aus dem „Off“ kommentiert.

Langsam und lautlos gleitet das kleine rote Boot durch den wechselhaften Flussverlauf. Es dauert nicht lange und der Betrachter lässt sich auf die Geschwindigkeit dieser Art Reisens ein. Die Natur rückt in den Vordergrund und die Geräusche der Wälder und Felder werden präsenter.“Die Donauten“ treffen natürlich auch Menschen an dem 2800 Kilometer langen Ufer. Diese Begegnungen sind zufällig und zeigen ein echtes und unverstelltes Bild von Schwaben, Bayern, Donauschwaben, Rumänen, Kroaten, Ungarn und Bulgaren. Oft sind es Hände und Füße die zur Verständigung benötigt werden, manchmal ist es auch der Blick auf ein frisches Foto im Display von Lars` Kamera. Und so ist die Reise von Lars und Niels, und im übrigen auch der Husky-Hündin Flicka, eine sehr eigene, im schweigenden Einvernehmen, mit brüderlichem Witz und unverkrampfter Entdeckungslust – hin zum Ziel: dem Schwarzen Meer am Donaudelta.

Angel-Schwaben, die Bayern und der Wald

Die Donauten -Teil 1
Auf ihrer fotografischen Suche nach den „Gesichtern der Donau“ stechen Lars und Niels mit ihrem Kanu Cold Nose und in Begleitung der Husky-Hündin Flicka im spätwinterlichen Schwarzwald in den Fluss.

„Fährmann hol über“ und ein Ufo in Wien

Die Donauten -Teil 2
Die „Schlögener Schlinge“ taugt nicht zum Aufknüpfen Aufmüpfiger. Sie ist ein österreichisches Geologie – und Flussverlaufsspektakel. Besucht von den Radwanderern dieses Planeten und durchkreuzt von dutzenden Schiffen ist sie ein Vorgeschmack auf das, was die Donau in engen Tälern und dichten Wäldern für die im Kanu reisenden Brüder Lars und Niels Hoffmann noch bereithalten wird.

Sackl und Packl und ein kroatischer Traum

Die Donauten -Teil 3
Auf der einen Seite der Donau noch die Slowakei, Plattenbauten hier und der Dom dort. Lars und Niels gleiten am Weltkulturerbe vorbei. Der Fluss treibt sehr zügig und wenig später wütet er. Hagel, Sturm und Regen lassen das kleine rote Kanu schwanken.

Ein Wrack und Winnetous Stausee

Die Donauten -Teil 4
Serbiens Metropole ist für massenscheue Donauten ausschließlich ein Ort des gepflegten Espresso und des sahnigen Eises. Der Frühling an der Donau hat nach regenreichem Gezerre den Staffelstab endgültig an den Sommer weitergegeben.

Südlicher geht es nicht

Die Donauten -Teil 5
Die Donau ist eigentlich immer ein Grenzfluss. Sie trennt allerdings nicht zwingend, sie verbindet auch. So auch auf hunderten Kilometern die EU-Länder Rumänien und Bulgarien.

Von Einsiedlern und dem heiligen Georg

Die Donauten -Teil 6
Nach einer Nacht bei einem verschrobenen Einsiedler und seiner Hundebande dringen die beiden Donauten Lars und Niels Hoffmann immer tiefer in das Donaudelta ein.